Gedenken an Novemberpogrome 1938

Heute gedachten wir gemeinsam mit vielen Nordhäuserinnen und Nordhäusern den Novemberpogromen von 1938, bei denen auch die Nordhäuser Synagoge unwiederbringlich zerstört wurde.

Heute gedachten wir gemeinsam mit vielen Nordhäuserinnen und Nordhäusern den Novemberpogromen von 1938, bei denen auch die Nordhäuser Synagoge unwiederbringlich zerstört wurde.

„In Zeiten von wiedererstarkendem Antisemitismus und Geschichtsvergessenheit müssen wir aktiv daran erinnern, was Hass anrichten kann. Es gibt nur noch wenig Zeitzeug*innen und viele Mitmenschen glauben, dass so etwas nicht mehr passieren könnte. Doch wir wissen, dass die Zivilisationsdecke sehr dünn ist. Ein Gedenken wie heute erinnert uns wieder an unsere Verantwortung vor der Geschichte.“, sagt dazu unser Kreisvorsitzender Timo Traulsen.

„Mindestens 526 Nordhäuser Jüdinnen und Juden wurden zwischen 1933 bis 1945 entrechtet, deportiert und umgebracht. Ihr Schicksal muss uns ewige Mahnung sein, gegen jede Form von Antisemitismus klar einzustehen und jüdisches Leben zu schützen. Antisemitismus begann nicht 1933 und endete nicht 1945. Antisemitische Taten und antisemitisches Gedankengut haben bis heute Bestand und das darf nicht sein“, erklärt Tim Rosenstock, unser Sprecher für Antifaschismus.