Todesopfer rechter Gewalt endlich staatlich anerkennen!

Rolf Baginski ist ein Todesopfer rechter Gewalt. Das sagen zivilgesellschaftliche Initiativen wie die Amadeu Antonio Stiftung oder ezra seit vielen Jahren. Doch staatlich anerkannt wurde er bislang nicht. Das rechte Tatmotiv fand bei der damaligen Verurteilung keine ausreichende Berücksichtigung.

Rolf Baginski ist ein Todesopfer rechter Gewalt. Das sagen zivilgesellschaftliche Initiativen wie die Amadeu Antonio Stiftung oder ezra seit vielen Jahren. Doch staatlich anerkannt wurde er bislang nicht. Das rechte Tatmotiv fand bei der damaligen Verurteilung keine ausreichende Berücksichtigung.

Nun bestätigt ein neues Gutachten der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, beauftragt 2018 von der rot-rot-grünen Koalition, was Initiativen schon lange sagen:

Rolf Baginski und neun weitere Menschen sind in Thüringen seit 1990 durch rechte Gewalt ums Leben gekommen. Bislang war nur Karl Sidon staatlich anerkannt. Das muss sich jetzt ändern. Es braucht endlich die staatliche Anerkennung aller Todesopfer rechter Gewalt.

Anerkennung bedeutet nicht nur Gerechtigkeit für die Betroffenen und ihre Angehörigen, sondern auch ein klares gesellschaftliches Bekenntnis:

Rechte Gewalt hat tödliche Konsequenzen – und darf niemals verharmlost werden.

Diese Menschen wurden durch das Gutachten als Todesopfer rechter Gewalt bestätigt:

Heinz Mädel (1990, Suhl)

Karl Sidon (1993, Arnstadt)

Ireneusz Szyderski (1992, Stotternheim)

Rolf Baginski (1997, Nordhausen)

Jana G. (1998, Saalfeld)

Axel Urbanietz (2001, Bad Blankenburg)

Hartmut Balzke (2003, Erfurt)

Oleg Valger (2004, Gera)

Klaus-Peter Kühn (2012, Suhl)

Mario K. (2020, Altenburg)

Ihre Namen dürfen nicht vergessen werden.

Ihre Geschichten müssen endlich offiziell anerkannt werden.

Rechte Gewalt benennen. Rechte Gewalt bekämpfen.